Klare Info – gute Entscheidung

Ziel dieser Corona Impf-Infos ist es, die persönliche Impfentscheidung zu erleichtern. Dafür braucht es leicht verständliche, ausgewogene Informationen, die das aktuell beste Wissen gut zusammenfassen. Dabei wird der Nutzen der Impfung genauso dargestellt, wie das Risiko (z. B. Nebenwirkungen).

Die Umsetzung basiert auf vertrauenswürdige Quellen , die transparent ersichtlich sind. Da sich bei der Corona-Impfung das Wissen zu den Impfstoffen schnell aufbaut, ist es zusätzlich wesentlich, dass der Zeitpunkt der Erstellung /Aktualisierung sichtbar ist. Und, dass auch offen angesprochen wird, was wir zu den Impfstoffen aktuell noch nicht wissen:

Corona Impf-Infos

Infos zu den Impfstoffen

Hier sind die Infos zu den in Österreich aktuell zugelassenen Impfstoffen zusammengefasst. Ebenso die aus den Zulassungsstudien bekannten Nebenwirkungen.  Die Studien zu den Impfstoffen unterscheiden sich. Deshalb sind auch die Ergebnisse nicht direkt vergleichbar. Vergleichsstudien zu den Impfstoffen gibt es noch keine. Mehr zu den unterschiedlichen Studiendesigns: gesundheitsinformation.de

Welche Impfstoffe gibt es?

Messenger RNA (mRNA) – Impfstoffe

Vektor – Impfstoffe

(Quelle: FAQs des BASG, Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, 20.09.2021)

Wie wirken die mRNA-Impfstoffe?

RNA-Impfstoffe enthalten die Erbinformation in Form von Boten-RNA (messenger RNA, mRNA), die den Bauplan des Antigens umfasst. Diese Erbinformation wird von Körperzellen als Bauplan genutzt, um das spezifische Antigen in wenigen Körperzellen selbst zu produzieren. Die Zellen präsentieren dieses Antigen Immunzellen, was die gewünschte spezifische Immunantwort auslöst. Bei einem späteren Kontakt der geimpften Person mit SARS-CoV-2 erkennt das Immunsystem das Antigen wieder und kann das Virus bzw. die Infektionskrankheit gezielt bekämpfen.

Vorteile der mRNA-Impfstoffe sind unter anderem die einfache Struktur der RNA und die Möglichkeit, in wenigen Wochen viele Millionen Impfdosen herzustellen.

Video zur Wirkweise von mRNA-Impfstoffen

(Quelle: Paul Ehrlich Institut, 11.12. 2020)

Wie wirkt ein Vektor-Impfstoff?

Der Vektor-Impfstoff besteht aus den „Hüllen“ harmloser Viren, die den „Bauplan“ (Abschrift der DNA) für ein Eiweiß auf der Oberfläche des Coronavius SARS-CoV-2 enthalten. Diese Vektoren werden von Körperzellen aufgenommen, die dann für eine kurze Zeit dieses Corona-Eiweiß (S-Protein) herstellen. Dadurch wird das Immunsystem angeregt, Abwehrstoffe (Antikörper und T-Zellen) gegen das S-Protein zu bilden. Wenn die geimpfte Person später in Kontakt mit diesem Coronavirus kommt, wird dieser schnell durch das Immunsystem erkannt und gezielt bekämpft. Durch die Impfung entstehen keine Coronaviren. Auch die Vektoren können sich nicht vermehren.
(Quelle: gesundheitsinformation.de, 04.02. 2021)
Video zur Wirkweise von Vektor – Impfstoffen

Wie viele Teilimpfungen sind bei den Impfstoffen nötig?
  • Comirnaty: Zwei Impfdosen im Abstand von drei bis sechs Wochen, beim Impfstoff von BionTech/Pfizer
  • Spikevax: Zwei Dosen im Abstand von vier bis sechs Wochen, beim Impfstoff von Moderna.
  • Vaxzevria: Zwei Impfdosen im Abstand von vier bis 12 Wochen, beim Impfstoff von AstraZeneca. „Gut zu wissen“ je länger der Abstand zwischen den Impfdosen, desto besser ist der Impfschutz.
  • Janssen: Es ist nur eine Impfdosis erforderlich, beim Impfstoff Johnson & Johnson

(Quelle: gesundheitsinformation.de, 20.09.2021)

Ist man sofort nach der Impfung vollständig geschützt?

Bei zwei Impfdosen: allen Impfstoffen kann man etwa 14 Tage nach der zweiten Dosis von einem vollen Impfschutz ausgehen.
Bei einer Impfdosis: gilt ebenso, dass 14 Tage nach der einmaligen Impfung der volle Impfschutz geben ist.
Quelle aktualisieren:

(Quelle: Gesundheitsministerium, Österreich 13.04.2021)

Schützt die Impfung vor der Übertragung der Erkrankung?

Wer geimpft ist, gibt das Virus seltener weiter. Manche stecken sich zwar trotz Impfung an, das Coronavirus vermehrt sich dann aber in kleineren Mengen und verschwindet auch schneller wieder. Geimpften werden deshalb derzeit auch die allgemeinen Schutzmaßnahmen empfohlen.

(Quelle: gesundheitsinformation.de, 20.09.2021)

Infos zur Impfung mit dem Impfstoff Johnson & Johnson (Janssen)
Wie gut beugt die Impfung eine Covid-19-Erkrankung vor?

Die Tabelle zeigt: Das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, sank durch die Impfung mit Janssen um etwa 66 %. Zum Vergleich: Die Grippe-Impfung hat im Durchschnitt eine Wirksamkeit von 60 %. Bei Menschen mit chronischen Erkrankungen war der Impfstoff etwas weniger wirksam (etwa 60 %).

Wie viele Personen erkrankten an Covid-19?
Placebo Janssen   Verringerung
des Risikos
Alle Teilnehmende 101
von
10.000
34
von
10.000
   ca. 66 %

In der Zulassungsstudie wurde untersucht, wie gut die Impfung eine durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste Covid-19-Erkrankung verhindern konnte. Covid-19-Erkrankung hieß: neben einem positiven PCR-Test mussten Symptome wie beispielsweise Fieber, Husten oder Atemnot vorliegen. Um die Zahlen besser vergleichen zu können, haben wir alle Ergebnisse auf 10.000 Personen umgerechnet.

(Quelle: gesundeitsinformation.de, 13.04.2021)

Wie gut wirkt der Impfstoff bei älteren Menschen? (über 55 Jahre)

Die Impfung schützte bei den Zulassungsstudien in den unterschiedlichen Altersgruppen ähnlich gut.

(Quelle: gesundeitsinformation.de, 13.04.2021)

Wie gut schützt die Impfung vor schweren Krankheitsverläufen?

Die Tabelle zeigt: Der Impfstoff Janssen konnte das Risiko für einen schweren Verlauf deutlich verringern (um 85 %).

Wie viele Personen erkrankten schwer an Covid-19?

Placebo  Janssen     Verringerung
des Risikos
Alle Teilnehmende   18
von
10.000
    3
von
10.000
    ca. 85 %

Es wurde auch untersucht, ob eine Impfung mit Janssen schwere Krankheitsverläufe vermeiden kann. Eine schwere Covid-19-Erkrankung hieß unter anderem: Jemand hatte eine sehr niedrige Sauerstoffsättigung, sodass er zum Beispiel eine Behandlung mit Sauerstoff benötigte, einen Kreislaufschock, Lungenversagen, wurde auf eine Intensivstation verlegt oder an Covid-19 starb.

(Quelle: gesundeitsinformation.de, 13.04.2021)

Gibt es bei den Impfstoffen schon Hinweise auf sehr seltene Nebenwirkungen?

Sehr seltene Nebenwirkungen können während der Zulassungsstudien eines Impfstoffes meist nicht erkannt werden. Deshalb überwachen internationale Behörden jetzt nach der Zulassung die Verdachtsmeldungen zu Nebenwirkungen. Bei Comirnaty und Moderna gibt es derzeit keine Hinweise auf schwere Nebenwirkungen.

  • Bei AstraZeneca prüft die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) aktuell Hinweise auf einige Todesfälle durch Hirnvenenthrombosen (Sinusvenenthrombosen) in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie). (Siehe Impfung mit dem Impfstoff AstraZeneca)
  • Auch beim Impfstoff Janssen wird die Sicherheit des Impfstoffs durch die Arzneimittelbehörden überprüft, weil in den USA ähnlich wie beim Impfstoff Vaxzevria/AstraZeneca bei einzelnen Personen nach der Blutgerinnsel aufgetreten sind.

Für alle vier Corona – Impfstoffe gilt, so wie bei allen Impfstoffen: direkt nach der Impfung kann es sehr selten zum allergischen (anaphylaktischen) Schock kommen. Im Fall der Corona-Impfstoffe wurden pro eine Million Impfungen etwa zehn Fälle von anaphylaktischem Schock beobachtet. Solche schweren allergischen Reaktionen betrafen bisher fast immer Menschen, die in der Vergangenheit schon einmal allergisch auf Impfungen oder Medikamente reagiert haben.

(Quelle1: medizin-transparent.at, 17.03.2021)
(Quelle2: FAQs Robert Koch Institut, 17.03.2021)
(Quelle: gesundheitsinformation.de, 20.02.2021)
(Quelle: gesundeitsinformation.de, 13.04.2021)

Welche Impfreaktionen können auftreten?

Sehr häufige Nebenwirkungen: (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Muskelschmerzen
  • Schmerzen an der Injektionsstelle
  • starkes Müdigkeitsgefühl

 

Häufige Nebenwirkungen: (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Rötung an der Injektionsstelle
  • Schwellung an der Injektionsstelle
  • Schüttelfrost
  • Gelenkschmerz
  • Husten
  • Fieber

 

Gelegentliche Nebenwirkungen: (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Hautausschlag
  • Muskelschwäche
  • Schmerzen in Armen oder Beinen Schwächegefühl
  • allgemeines Unwohlsein
  • Niesen
  • Halsschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Zittern
  • übermäßiges Schwitzen
  • ungewöhnliches Gefühl auf der Haut, z. B. Kribbeln oder Ameisenlaufen (Parästhesie) Durchfall

(Quelle: FAQs des BASG, Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, 06.09.2021)

Welche schweren Nebenwirkungen gibt es?

Seltene Nebenwirkungen: (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • allergische Reaktion
  • Nesselsucht
  • geschwollene Lymphknoten (Lymphadenopathie)
  • vermindertes Gefühl oder Empfindlichkeit, insbesondere der Haut (Hypoästhesie)
  • anhaltendes Klingeln in den Ohren (Tinnitus)
  • Erbrechen

 

Sehr seltene Nebenwirkungen: (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Blutgerinnsel, häufig an ungewöhnlichen Stellen (z. B. Hirn, Leber, Darm, Milz) zusammen mit niedrigem Blutplättchenspiegel
  • schwere Nervenentzündung, die Lähmungen und Atemnot verursachen kann (Guillain-BarréSyndrom (GBS))

 

Nicht bekannte Nebenwirkungen: (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • Schwere allergische Reaktion
  • Kapillarlecksyndrom (eine Erkrankung, bei der Flüssigkeit aus kleinen Blutgefäßen austritt).

(Quelle: FAQs des BASG, Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, 06.09.2021)

Infos zur Impfung mit dem Impfstoff AstraZeneca (Vaxzevria)
Wie gut beugt die Impfung eine Covid-19-Erkrankung vor?

Die Tabelle zeigt, dass das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, durch die Impfung mit AstraZeneca um etwa 60 % sank.

Wie viele Personen erkrankten an Covid-19?
Placebo
(Meningokokken-Impfstoff oder Kochsalzlösung)
AstraZeneca Verringerung des Risikos
Teilnehmende 296 von 10.000 122 von 10.000 ca. 60 %

Bei Menschen mit Vorerkrankungen war der Impfstoff ebenso wirksam.
Bei der Berechnung der folgenden Ergebnisse wurden nur die Personen betrachtet, die beide Impfdosen innerhalb von 4 bis 12 Wochen bekommen haben. Um die Zahlen besser vergleichen zu können, haben wir alle Ergebnisse auf 10.000 Personen umgerechnet.

Quelle: gesundheitsinformation.de, 04.02.2021)

Wie gut schützt die Impfung vor schweren Krankheitsverläufen?

Es wurde auch untersucht, ob eine Impfung mit AstraZeneca schwere Krankheitsverläufe* vermeiden kann. Bis zur Auswertung der Daten trat nur bei einer Person ein schwerer Verlauf auf. Daher lässt sich bislang noch nicht sicher beurteilen, wie gut der AstraZeneca-Impfstoff auch schwere Verläufe verhindern kann. Allerdings wurde in der Impfstoff-Gruppe niemand in ein Krankenhaus aufgenommen. In der Vergleichsgruppe dagegen wurden 8 Menschen in einem Krankenhaus behandelt.

* Eine schwere Covid-19-Erkrankung hieß unter anderem: Jemand hatte eine sehr niedrige Sauerstoffsättigung, sodass er zum Beispiel eine Behandlung mit Sauerstoff benötigte, einen Kreislaufschock, Lungenversagen, wurde auf eine Intensivstation verlegt oder starb an Covid-19.

(Quelle: gesundheitsinformation.de, 04.02.2021)

Wie gut wirkt der Impfstoff bei älteren Menschen, über 65 Jahren?

Die Wirkung ab einem Alter von 65 Jahren ist derzeit nur eingeschränkt erforscht. Der Grund: In den Zulassungsstudien haben zu wenige ältere Menschen teilgenommen, um gesicherte Daten zu liefern.Zwei Beobachtungsstudien aus Großbritannien lassen jedoch hoffen, dass der AstraZeneca-Impfstoff auch bei Älteren gut wirkt. Die Daten deuten darauf hin, dass die Impfung einen großen Teil der Spitalsaufenthalte durch Covid-19 verhindern kann. Daher ist der AstraZeneca-Impfstoff in Österreich und Deutschland für alle Altersgruppen ab 18 Jahren empfohlen. Die Ergebnisse sind jedoch noch vorläufig (Stand: 11. August 2021). Wie gut der Impfstoff bei Älteren tatsächlich wirkt, wird eine Studie aus den USA zeigen

(Quelle: medizin-transparent.at, 11.08.2021)

Die Ergebnisse sind jedoch noch vorläufig (Stand: 9. März 2021). Wie gut der Impfstoff bei Älteren tatsächlich wirkt, wird eine umfassende randomisiert-kontrollierte Studie aus den USA zeigen.

Erhöht ein längeres Intervall zwischen den Impfungen den Impfschutz??

Möglicherweise ist die Schutzwirkung des AstraZeneca-Impfstoffs umso größer, je später die Impfung mit der zweiten Dosis erfolgt. Laut Zulassungsstudien könnte ein Impf-Abstand von mindestens 12 Wochen die Schutzwirkung auf 75 oder 80 Prozent erhöhen. Im Vergleich dazu deuten Teilauswertungen an, dass die Schutzwirkung bei einem Abstand von 4 bis 8 Wochen nur bei 50 oder 55 Prozent liegen könnte.

Gut abgesichert sind diese Ergebnisse jedoch nicht. Ob die Wirksamkeit der AstraZeneca-Impfung wirklich deutlich besser ist, wenn die zweite Dosis erst nach 3 Monaten erfolgt, muss noch genauer untersucht werden.

(Quelle: medizin-transparent.at, 25.03. 2021)

Wie gut schützt bereits die erste Impf-Dosis?

Bereits 2 bis 3 Wochen nach der ersten Impf-Dosis ist das Erkrankungsrisiko verringert. Nach drei Wochen betrug die Schutzwirkung in den Zulassungsstudien 42 Prozent. Der maximale Schutz tritt rund 2 Wochen nach der zweiten Impfung ein.

(Quelle: medizin-transparent.at, 25.03. 2021)

Welche Hinweise gibt es auf Todesfälle durch seltene Trombosen?

Todesfälle sind in den Zulassungsstudien nicht gehäuft aufgetreten. Nach 20 Millionen Impfungen in Europa sind allerdings 9 Menschen gestorben, bei denen nach der Impfung Blutgerinnsel (Thrombosen) aufgetreten sind (Stand 19. 3. 2021) – darunter auch eine Frau aus Niederösterreich. Daher hat die Europäische Arzneimittelagentur EMA die Daten von allen 20 Millionen Menschen analysiert, die bisher die Impfung in Europa erhalten haben. Sie wollte herausfinden, ob die Impfung die Gerinnsel ausgelöst haben könnte.

Aufgefallen sind in dieser Analyse, dass sehr seltene Formen von Blutgerinnseln häufiger waren als erwartet. Fast alle Betroffenen waren Frauen unter 55 Jahren.
Blutgerinnsel in den Hirnvenen (Sinusvenenthrombosen) sind innerhalb von zwei Wochen nach der Impfung bei 12 Personen aus dieser Altersgruppe aufgetreten. Erwartet worden wäre 1 Fall.

Blutgerinnsel, die gleichzeitig in mehreren Blutgefäßen im ganzen Körper auftreten (Verbrauchskoagulopathien), wurden im selben Zeitraum bei 5 Personen beobachtet. Zu erwarten gewesen wäre etwa 1 Fall. Dass der Impfstoff von AstraZeneca diese Thrombosen verursacht hat, ist nicht bewiesen. Es lässt sich aber nicht ausschließen.

Dennoch ist die EMA der Ansicht, dass der Nutzen der Impfung bei der Verhinderung von Covid-19-Todesfällen die sehr seltenen Risiken (geringer als 1: 100.000) deutlich überwiegt. Die Behörde empfiehlt daher, den Impfstoff von AstraZeneca weiter zu verwenden. Gleichzeitig wird sie jedoch weiter überwachen, wie häufig Blutgerinnsel und andere mögliche Nebenwirkungen auftreten.

(Quelle: medizin-transparent.at, 25.03. 2021)

Bei welchen Anzeichen sollte man nach der Impfung zum Arzt?

Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie nach der Impfung Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Beinschwellungen, Beinschmerzen oder anhaltende Bauchschmerzen bekommen.

Suchen Sie außerdem sofort einen Arzt auf, wenn Sie einige Tage nach der Impfung schwere oder anhaltende Kopfschmerzen haben oder verschwommenes Sehen, Verwirrtheit oder Krampfanfälle (Anfälle) bei Ihnen auftreten oder wenn Sie Blutergüsse oder punktförmige runde Flecken außerhalb der Impfstelle bemerken, die nach einigen Tagen auftreten.

(Quelle: FAQs des BASG, Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, 15.09.2021)

Gibt es Risikogruppen für die der Impfstoff von AstraZeneca nicht geeignet ist?

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es nicht genug Daten, um einzelne Gruppen mit erhöhtem Risiko zu benennen. Momentan ist daher für alle von der Zulassung abgedeckten Gruppen ein positives Nutzen-Risiko-Profil gegeben. Eine Neigung oder Vorgeschichte zu Thrombo-Embolien ist kein Ausschlussgrund für eine Impfung.

(Quelle: FAQs des BASG, Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, 25.03.2021)

Kann man für die zweite Impfung einen anderen Impfstoff bekommen?

Seit Kurzem empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) in Deutschland, die zweite AstraZeneca-Spritze durch einen der beiden mRNA-Impfstoffe (Biontech/Pfizer oder Moderna) zu ersetzen. Die Kombination von zwei unterschiedlichen Impfstoffen nennt man Kreuzimpfung oder heterologes Impfschema.

(Quelle: medizin-transparent.at, 21.09.2021)

Welche Impfreaktionen können auftreten?

Sehr häufige Nebenwirkungen: (kann mehr als 1 von 10 Geimpften betreffen)

  • Druckschmerz, Schmerzen, Wärme, Juckreiz oder blauer Fleck an der Injektionsstelle
  • Müdigkeitsgefühl (Fatigue) oder allgemeines Unwohlsein
  • Schüttelfrost oder fiebriges Gefühl
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Gelenk- oder Muskelschmerzen

 

Häufige Nebenwirkungen: (kann bis zu 1 von 10 Geimpften betreffen)

  • Rötung oder Schwellung an der Injektionsstelle
  • Fieber (≥ 38°C)
  • Erbrechen oder Durchfall
  • niedrige Blutplättchen Spiegel
  • Schmerzen in den Beinen oder Armen
  • grippeähnliche Symptome wie erhöhte Temperatur, Halsschmerzen, laufende Nase, Husten und Schüttelfrost
  • körperliche Schwäche oder Energiemangel

 

Gelegentliche Nebenwirkungen: (kann bis zu 1 von 100 Geimpften betreffen)

  • Schläfrigkeit oder Schwindelgefühl
  • Bauchschmerzen oder verminderter Appetit
  • vergrößerte Lymphknoten
  • übermäßiges Schwitzen, juckende Haut, Ausschlag oder Nesselsucht
  • Schläfrigkeit oder ausgeprägte Teilnahmslosigkeit und Inaktivität

(Quelle: FAQs des BASG, Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, 15.09.2021)

Welche schweren Nebenwirkungen gibt es?

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 000 Geimpften betreffen)

  • Blutgerinnsel, häufig an ungewöhnlichen Stellen (z. B. Hirn, Darm, Leber, Milz) zusammen mit niedrigem Blutplättchenspiegel
  • schwere Nervenentzündung, die zu Lähmungen und Atemnot führen kann (Guillain-BarréSyndrom [GBS])

 

Nicht bekannte Häufigkeiten: (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie)
  • Überempfindlichkeit
  • schnell auftretende Schwellung unter der Haut in Bereichen wie z. B. Gesicht, Lippen, Mund und Rachen (die zu Schluck- oder Atembeschwerden führen könnte)
  • Kapillarlecksyndrom (eine Erkrankung, bei der Flüssigkeit aus kleinen Blutgefäßen austritt)

(Quelle: FAQs des BASG, Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, 15.09.2021)

Für Erwachsene: Infos zur Impfung mit dem Impfstoff von BionTech/Pfizer (Comirnaty)
Wie gut beugt die Impfung eine Covid-19-Erkrankung vor?

Die Tabelle zeigt, dass das Risiko an Covid-19 zu erkranken, durch die Impfung mit Comirnaty deutlich – um etwa 95 % – sank.

Wie viele Personen erkrankten an Covid-19?
   Placebo  Comirnaty  Verringerung des Risikos
 Alle Teilnehmenden 93
von 10.000
5
von 10.000
 ca. 95 %
 16 bis 55 Jahre 115
von 10.000
5
von 10.000
 ca. 96 %

Bei der Berechnung der Ergebnisse wurden nur die Personen betrachtet, die beide Impfdosen bekommen haben. Um die Zahlen besser vergleichen zu können, haben wir alle Ergebnisse auf 10.000 Personen umgerechnet. (Quelle: gesundeitsinformation.de, 12.01.2021)

Wie gut wirkt der Impfstoff bei älteren Menschen? (über 55 Jahre)

 

  mit Impfstoff mit Schein-Impfstoff (Placebo)
Alle Teilnehmenden: 5 von 10.000                  93 von 10.000
16 bis 55 Jahre: 4 von 10.000                  64 von 10.000
über 55 Jahre: 5 von 10.000                115 von 10.000

 

Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu erkranken, sinkt mit der Impfung um 95% im Vergleich zu einem Schein-Impfstoff. Man sagt, die Schutzwirkung beträgt 95%.

(Quelle: medizin-transparent.at, 20.09.2021)

Welche Impfreaktionen können auftreten?

Wie alle Impfstoffe kann auch Comirnaty Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

 

Sehr häufige Nebenwirkungen: (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • an der Injektionsstelle: Schmerzen, Schwellung
  • Ermüdung
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Schüttelfrost
  • Gelenkschmerzen
  • Durchfall
  • Fieber

Einige dieser Nebenwirkungen traten bei Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren etwas häufiger auf als bei Erwachsenen.

 

Häufige Nebenwirkungen: (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Rötung an der Injektionsstelle
  • Übelkeit
  • Erbrechen

 

Gelegentliche Nebenwirkungen: (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • vergrößerte Lymphknoten
  • Unwohlsein
  • Armschmerzen
  • Schlaflosigkeit
  • Jucken an der Injektionsstelle
  • allergische Reaktionen wie Ausschlag oder Juckreiz

(Quelle: FAQs des BASG, Bundesamt für Sicherheit und Gesundheitswesen, 13.09.2021)

Welche schweren Nebenwirkungen gibt es?

Seltene Nebenwirkungen: (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • vorübergehendes, einseitiges Herabhängen des Gesichtes
  • allergische Reaktionen wie Nesselsucht oder Schwellung des Gesichts

 

Nicht bekannte Häufigkeiten: (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • schwere allergische Reaktionen
  • Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) oder Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis), die zu Atemnot, Herzklopfen oder Schmerzen in der Brust führen können
  • ausgedehnte Schwellung der geimpften Gliedmaße
  • Anschwellen des Gesichts (ein geschwollenes Gesicht kann bei Patienten auftreten, denen in der Vergangenheit dermatologische Filler im Gesichtsbereich injiziert wurden)

 

(Quelle: FAQs des BASG, Bundesamt für Sicherheit und Gesundheitswesen, 13.09.2021)

Für Kinder: Infos zur Impfung mit dem Impfstoff von BionTech/Pfizer (Comirnaty)
Sind Kinder eine priorisierte Gruppe im Corona – Impfplan?

Das Österreichische Nationale Impfgremium priorisiert nicht die Impfung von Kindern ab 12 Jahren gegenüber der Allgemeinbevölkerung. Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) in Deutschland steht noch aus.

(Quelle: Priorisierung des nationalen Impfgremiums, 31.05.202)

Wie gut beugt die Impfung bei Kindern und Jugendlichen eine Covid-19-Erkrankung vor?

Die Tabelle zeigt, dass das Risiko an Covid-19 zu erkranken, durch die Impfung mit Comirnaty deutlich – um 100 % – sank.

 

Wie viele von 1000 Kindern erkrankten an Covid-19?
 Placebo  Comirnaty  Verringerung des Risikos
16
von 1000
0
von 1000
 100 %

Bei der Berechnung der folgenden Ergebnisse wurden nur die Personen betrachtet, die beide Impfdosen bekommen haben. Um die Zahlen besser vergleichen zu können, haben wir alle Ergebnisse auf 1000 Personen umgerechnet.

Zur Studie

Die Wirksamkeit des Impfstoffs wurde in der Zulassungsstudie mit etwa 2200 Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren untersucht. Die erste Auswertung erfolgte Mitte März 2021. Bis dahin waren im Durchschnitt 2 Monate nach der zweiten vergangen.

Eine Hälfte der Teilnehmenden bekam den Biontech/Pfizer-Corona-Impfstoff, die andere ein Placebo= Scheinmedikament/ Kochsalzlösung gespritzt. Ausgeschlossen wurden Kinder mit sehr schweren Erkrankungen, einer starken Immunschwäche oder anderen speziellen Risiken.

(Quelle: gesundheitsinformation.de, 01.06.2021)

Wie gut schützt die Impfung bei Kindern vor schweren Krankheitsverläufen?

Kinder erkranken nur sehr selten schwer an Covid-19. In der Studie traten keine schweren Verläufe auf. Deshalb lässt sich die Wirksamkeit von Comirnaty auf schwere Verläufe bei Kindern nicht beurteilen.

Es wurde in der Studie nicht untersucht, ob die Impfung anhaltenden Beschwerden nach einer Covid-19-Erkrankung („LongCovid“) vorbeugen kann.

(Quelle: gesundheitsinformation.de, 01.06.2021)

 

Welche Nebenwirkungen traten nach der Impfung bei Kindern auf?

Es ist normal, dass nach einer Impfung bestimmte Nebenwirkungen auftreten. Denn es kann zeigen, dass der Körper auf den Impfstoff reagiert und Abwehrstoffe bildet. Meist sind die Nebenwirkungen leicht und legen sich innerhalb einiger Tage wieder.

 

 Wie häufig traten leichte Nebenwirkungen auf?
 Placebo  Comirnaty
 Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle  bei 18 %  bei 80 %
 Beschwerden wie Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen,    Muskel- oder Gelenkschmerzen  bei 41 %  bei 82 %

Bei etwa 5 von 1000 Kindern trat eine teils länger anhaltende, harmlose Schwellung der Lymphknoten in den Achselhöhlen oder am Hals auf.

(Quelle: gesundheitsinformation.de, 01.06.2021)

Gibt es Hinweise auf schwere Nebenwirkungen?

Es gibt aktuell keine Hinweise darauf, dass es durch die Impfung zu schweren Nebenwirkungen kommt. An der Studie nahmen aber insgesamt zu wenig Kinder teil, um seltene schwere Nebenwirkungen festzustellen.

(Quelle: gesundheitsinformation.de, 01.06.2021)

Welche offenen Fragen zur Impfung gibt es?

Unklar ist:

  • Wie lange der Impfschutz anhält.
  • Welche seltene Nebenwirkungen es gibt, die sich in der Studie nicht zeigten.
  • Welche verzögerten Nebenwirkungen es gibt, die sich erst Monate nach der Impfung zeigen.
  • Wie gut die Impfung vor Langzeitschäden durch Covid-19 schützt.
  • Wie wirksam auch asymptomatische Infektionen verhindert werden.
  • Wie gut der Impfstoff die Übertragung des Coronavirus SARS-CoV-2 verhindert.

Die Zulassungsstudie mit Kindern und Jugendlichen zum Impfstoff Comirnaty wird fortgesetzt. Deshalb kann es in den nächsten Monaten noch weitere Erkenntnisse zur Wirksamkeit und zu Nebenwirkungen geben.

(Quelle: gesundheitsinformation.de, 01.06.2021)

 

Für Erwachsene: Infos zur Impfung mit dem Impfstoff von Moderna (Spikevax)
Wie gut beugt die Impfung eine Covid-19-Erkrankung vor?

Die Tabelle zeigt, dass das Risiko, an Covid-19 zu erkranken durch die Impfung deutlich sank. Die Impfung schützte jüngere Altersgruppen etwas besser (96 %) als Menschen über 55 Jahren (86 %) siehe nächste Frage. Bei Menschen mit Vorerkrankungen war der Impfstoff ebenso wirksam.

 Wirksamkeit von Moderna  alle Covid-19-Erkrankungen

 Wie viele Personen erkrankten an Covid-19?

  Placebo Moderna Verringerung des Risikos
 Alle Teilnehmenden 133
von 10.000
8
von 10.000
 ca. 94 %
 16 bis 55 Jahre 148
von 10.000
7
von 10.000
 ca. 96 %

In der Studie wurde untersucht, wie gut die Impfung eine durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste Covid-19-Erkrankung verhindern konnte. Covid-19-Erkrankung hieß: neben einem positiven PCR-Test mussten Symptome wie beispielsweise Fieber, Husten oder Atemnot vorliegen.

Bei der Berechnung der Ergebnisse wurden nur die Personen betrachtet, die beide Impfdosen bekommen haben. Um die Zahlen besser vergleichen zu können, haben wir alle Ergebnisse auf 10.000 Personen umgerechnet. (Quelle: gesundeitsinformation.de, 12.01.2021)

Wie gut wirkt der Impfstoff bei älteren Menschen (über 55 Jahre)?

Die Impfung schützte jüngere Altersgruppen etwas besser (96 %) als Menschen über 55 Jahren (86 %).

 Wie viele Personen erkrankten an Covid-19?

  Placebo Moderna Verringerung des Risikos
 Über 55 Jahre 82
von 10.000
11
von 10.000
 ca. 86 %

(Quelle: gesundeitsinformation.de, 12.01.2021)

Wie gut schützt die Impfung vor schweren Krankheitsverläufen?

Die Studie zeigt, dass der Impfstoff Moderna das Risiko für einen schweren Verlauf deutlich verringern konnte.

 Wie viele Personen erkrankten schwer an Covid-19?
Placebo Moderna Verringerung des Risikos
 Alle Teilnehmenden 22
von 10.000
0
von 10.000
 100 %

Es wurde auch untersucht, ob eine Impfung mit Moderna schwere Krankheitsverläufe vermeiden kann. Eine schwere Covid-19-Erkrankung hieß unter anderem: Jemand hatte eine sehr niedrige Sauerstoffsättigung, sodass er zum Beispiel eine Behandlung mit Sauerstoff benötigte, er oder sie hatte einen Kreislaufschock, Lungenversagen, wurde auf eine Intensivstation verlegt oder starb an Covid-19.

(Quelle: gesundeitsinformation.de, 12.01.2021)

Welche Impfreaktionen können auftreten?

Sehr häufige Nebenwirkungen: (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Schwellung/Schmerzempfindlichkeit in der Achselhöhle
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und –steife
  • Schmerzen oder Schwellung an der Injektionsstelle
  • Sehr starke Müdigkeit
  • Schüttelfrost
  • Fieber

 

Häufige Nebenwirkungen: (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Hautausschlag
  • Hautausschlag, Rötung oder Nesselsucht an der Injektionsstelle (die zum Teil einige Zeit nach der Injektion auftreten können)

 

Gelegentliche Nebenwirkungen: (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Juckreiz an der Injektionsstelle

Quelle: FAQs des BASG, Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, 24.08.2021)

Welche schweren Nebenwirkungen gibt es?

Seltene Nebenwirkungen: (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • Vorübergehende einseitige Gesichtslähmung (Facialis Parese, Bell’s Palsy)
  • Schwellung des Gesichts (Eine Schwellung des Gesichts kann bei Personen auftreten, die kosmetische Injektionen im Gesicht erhalten haben.)
  • Schwindelgefühl
  • Vermindertes Berührungs- oder Druckempfinden

 

Häufigkeit nicht bekannt:

  • Schwere allergische Reaktionen mit Atembeschwerden (Anaphylaxie)
  • Reaktion in Form einer durch das Immunsystem ausgelösten verstärkten Empfindlichkeit oder Unverträglichkeit (Überempfindlichkeit)
  • Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) oder Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis), die zu Atemnot, Herzklopfen oder Schmerzen in der Brust führen können.

Quelle: FAQs des BASG, Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, 24.08.2021)

Für Kinder: Infos zur Impfung mit dem Impfstoff von Moderna (Spikevax)
Wie gut beugt die Impfung bei Kindern und Jugendlichen eine Covid-19-Erkrankung vor?

Die Tabelle zeigt, dass das Risiko an Covid-19 zu erkranken, durch die Impfung mit Comirnaty deutlich – um 100 % – sank.

 

Wie viele von 1000 Kindern erkrankten an Covid-19?
Placebo Comirnaty Verringerung des Risikos
4
von 1000
0
von 1000
100%

 

Bei der Berechnung der folgenden Ergebnisse wurden nur die Personen betrachtet, die beide Impfdosen bekommen haben. Um die Zahlen besser vergleichen zu können, haben wir alle Ergebnisse auf 1000 Personen umgerechnet

(Quelle: gesundheitsinformation.de, 21.09.2021)

Wie gut schützt die Impfung bei Kindern vor schweren Krankheitsverläufen?

Kinder erkranken nur sehr selten schwer an Covid-19. In der Studie traten keine schweren Verläufe auf. Deshalb lässt sich die Wirksamkeit von Spikevax auf schwere Verläufe bei Kindern nicht beurteilen.

(Quelle: gesundheitsinformation.de, 21.09.2021)

Welche Nebenwirkungen traten nach der Impfung bei Kindern auf?

Es ist normal, dass nach einer Impfung bestimmte Nebenwirkungen auftreten. Denn es kann zeigen, dass der Körper auf den Impfstoff reagiert und Abwehrstoffe bildet. Meist sind diese Impfreaktionen leicht bis mäßig und legen sich innerhalb einiger Tage wieder.

Wie häufig traten leichte Nebenwirkungen auf?
Placebo Comirnaty
Reaktionen an der Einstichstelle (wie Schmerzen, Rötung oder Schwellung) bei 49 % bei 98 %
Körperliche Beschwerden (Fieber, Übelkeit oder Erbrechen, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Schüttelfrost) bei 67 % bei 92 %

 

Es gab in der Zulassungsstudie keine Hinweise darauf, dass es durch die Impfung zu schweren Nebenwirkungen kommt. An der Studie nahmen aber insgesamt zu wenig Kinder und Jugendliche teil, um seltene schwere Nebenwirkungen festzustellen.

(Quelle: gesundheitsinformation.de, 21.09.2021)

Welche offenen Fragen gibt es zur Impfung?

Unklar ist:

  • Wie lange der Impfschutz anhält.
  • Welche seltene Nebenwirkungen es gibt, die sich in der Studie nicht zeigten.
  • Welche verzögerten Nebenwirkungen es gibt, die sich erst Monate nach der Impfung zeigen.
  • Wie wirksam und sicher der Impfstoff bei Kindern unter 12 Jahren ist
  • Wie gut die Impfung vor Langzeitschäden durch Covid-19 schützt.
  • Wie gut die Impfung vor schweren Verläufen schützt?
  • Wie wirksam auch asymptomatische Infektionen verhindert werden.
  • Wie gut der Impfstoff die Übertragung des Coronavirus SARS-CoV-2 verhindert.

 

Die Zulassungsstudie mit Kindern und Jugendlichen zum Impfstoff Spikevax wird fortgesetzt. Deshalb kann es in den nächsten Monaten noch weitere Erkenntnisse zur Wirksamkeit und zu Nebenwirkungen geben.

(Quelle: gesundheitsinformation.de, 21.09.2021)

Impf-Sicherheit

Es gibt viele Gerüchte oder Ängste in Bezug auf die Sicherheit der Impfstoffe. Hier ist eine Zusammenfassung der Fragen, die sich viele zur Impfung mit den neuen Impfstoffen stellen.

Wie sicher sind die Impfstoffe?

Ein Impfstoff wird erst nach ausreichender Überprüfung auf den Markt gebracht. Wie jeder andere Impfstoff, wird auch ein neuer Impfstoff, der vor COVID-19 schützen soll, intensiv geprüft. Die verschiedenen Impfstoff-Kandidaten durchlaufen jeweils streng kontrollierte Prozesse. Es gibt dafür klare gesetzliche und wissenschaftliche Vorgaben, bevor sie zur Anwendung am gesunden Menschen kommen können.

Nur wenn sich dabei eine positive Nutzen-Risiko-Relation zeigt, erhält der Impfstoff eine Marktzulassung. Auch nach der Marktzulassung erfolgt eine ständige Kontrolle zum Erfassen von möglichen Nebenwirkungen, und zur Überprüfung der Wirkung eine laufende weitere Bewertung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses.

Im Fall von COVID-19-Impfstoffe erfolgt zunächst eine bedingte Zulassung, die jederzeit aufgehoben oder ausgesetzt werden kann, sollten sich bei der Anwendung Probleme bei Produktion, Sicherheit oder Wirksamkeit ergeben.

(Quelle: Gesundheitsministerium Österreich BMSGPK, 21.09.2021)

Welche Vorsichtsmaßnahmen werden bei der Impfung empfohlen?

Die Arzneimittelbehörden empfehlen, Geimpfte nach der Spritze für mindestens 15 Minuten zu beobachten, um auf unmittelbare Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen reagieren zu können. Bei bestimmten Menschen könnte das Risiko für Nebenwirkungen durch den Impfstoff höher sein. Deshalb ist es wichtig, beim Aufklärungsgespräch vor der Impfung zu klären, ob jemand:

  • schon einmal eine schwere allergische Reaktion oder Atemprobleme nach einer früheren Impfung hatte.
  • nach einer Impfung schon einmal ohnmächtig wurde (beispielsweise aus Stress oder Angst vor der Spritze).
  • gerade eine schwere Erkrankung oder eine Infektion mit hohem Fieber hat.
  • eine Störung der Blutgerinnung hat oder leicht zu Blutungen neigt.
  • schwanger ist (oder dies vermutet) oder stillt.
  • ein geschwächtes Immunsystem hat, beispielsweise durch HIV oder durch die Einnahme von Kortison.

Der mRNA-Impfstoff Spikevax ist kein Lebendimpfstoff. Er kommt deshalb grundsätzlich auch für Menschen mit einen geschwächten Immunsystem infrage.

(Quelle: gesundheitsinformation.de, 21.09.2021)

Wie wird die Sicherheit nach der Zulassung weiter überwacht?

Impfstoffe werden laufend überwacht. Dafür gibt es eine Vielzahl von Methoden, die unter anderem Nebenwirkungen aufzeigen, bewerten, und vorbeugen sollen. (=Pharmakovigilanz)

Teil der Pharmakovigilanz ist auch die Meldepflicht (§ 75g des Arzneimittelgesetzs) bei Verdachtsfällen von Nebenwirkungen. Diese werden meistens von den Gesundheitsberufen gemeldet, können aber auch selbst bekannt gegeben werden. Und zwar elektronisch oder schriftlich an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen. (BASG)

Nach Aufnahme der Meldung/notwendigen Daten erfolgt eine Prüfung durch das BASG in Österreich. Danach wird die Meldung an die europäische Datenbank EudraVigilance (European Union Drug Regulating Authorities Pharmacovigilance) weitergeleitet.

In der Datenbank werden Verdachtsfälle von Nebenwirkungen EU-weit gesammelt und analysiert, um Risiken zu erkennen (=Signaldetektion). Wird ein mögliches neues Risiko erkannt, erfolgt eine Bewertung durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) im sogenannten PRAC (Pharmacovigilance Risk Assessment Committee). Bestätigt sich ein Verdacht, folgen Maßnahmen wie z. B. neue Warnhinweise, neue Gegenanzeigen und Nebenwirkungen in der Fach-/Gebrauchsinformation, oder aber auch eine Einschränkung/Aufhebung der Zulassung eines Impfstoffes.

(Quelle: Gesundheitsministerium Österreich BMSGPK, 20.01.2021)

Sind gemeldete Verdachtsfälle zu Nebenwirkungen online abrufbar?

Ja, das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) stellt regelmäßige Berichte online.

Deutschland veröffentlicht die Meldungen über das Paul-Ehrlich-Institut regelmäßig in „Sicherheitsberichten“. Zu bedenken ist allerdings: Wenn jetzt nach und nach in Österreich, Deutschland und weltweit Millionen von Menschen gegen Corona geimpft werden, ist allein durch Zufall zu erwarten, dass immer wieder nach einer Impfung schwerere Erkrankungen auftreten.

Die Behörden müssen deshalb diese VERDACHTSFÄLLE genau prüfen, ob tatsächlich ein Zusammenhang mit der Impfung besteht oder ob es sich um Zufall handelt. Diese Prüfung führt dann unter Umständen dazu, dass die Liste der möglichen Nebenwirkungen im Laufe der Zeit ergänzt wird.

(Quelle: gesundheitsinformation.de, Corona Impffragen, 20.01.2021)

Gibt es Hinweise darauf, dass die Impfstoffe Autoimmunerkrankungen auslösen?

Nein. In den umfangreichen klinischen Prüfungen, die vor der Zulassung der Impfstoffe durchgeführt wurden, gibt es keine Hinweise auf das Auftreten von Autoimmunerkrankungen. Gleichwohl wird diesem theoretischen Risiko auch nach der Zulassung im Rahmen der Pharmakovigilanz besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

(Quelle: Paul Ehrlich Institut, 13.01.2021)

Sind Mikro-/Nanochips in Impfstoffen enthalten?

Nein. Alle Inhaltsstoffe sind in der jeweiligen Fachinformation aufgeführt.

(Quelle: Paul Ehrlich Institut, 13.01.2021)

Können mRNA-Impfstoffe die Fruchtbarkeit beeinträchtigen?

Zyklusstörungen im Nachgang zu einer COVID-19-Impfung wurden international beobachtet und werden derzeit weiter erforscht. Solche Veränderungen des Zyklus sind auch bei anderen Impfungen oder durch Infektion bekannt und werden auf die Aktivierung des Immunsystems zurückgeführt. Ein direkter kausaler Zusammenhang ist nicht bekannt. Frauen sollten aber über diese mögliche Nebenwirkung der Impfung informiert werden, um Verunsicherung vorzubeugen.

Die beobachteten Störungen des Zyklus sind vorrübergehend, ohne pathologischen Wert und sind nicht mit Unfruchtbarkeit verbunden.

(Quelle: FAQS Robert Koch Institut, 17.09.2021)

 

Videolink: „Die Impfung und die Fruchtbarkeit

Wie hoch ist die Gefahr, dass mRNA-Impfstoffe in unser Genom eingreifen?

Es besteht keine Gefahr einer Integration von mRNA in das humane Genom. Beim Menschen befindet sich das Genom in Form von DNA im Zellkern. Eine Integration von RNA in DNA ist unter anderem aufgrund der unterschiedlichen chemischen Struktur nicht möglich. Es gibt auch keinen Hinweis darauf, dass die von den Körperzellen nach der Impfung aufgenommen mRNA in DNA umgeschrieben wird.

(Quelle: Paul Ehrlich Institut, 11.12.2020)

Mehr dazu: Wirkweise der mRNA-Impfstoffe und potentiellen Risiken.(Robert Koch Institut)

Wo kann ich einen Verdacht auf Nebenwirkungen melden?

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, A-1200 WIEN, Website: https://www.basg.gv.at/.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Impfstoffs zur Verfügung gestellt werden

Virusmutationen

Aktuell in Europa breitet sich vor allem die „Delta Variante“ aus.

Gibt es die Möglichkeit zu sehen, wo es in Österreich welche Virusmutationen gibt?

Ja, die AGES – listet sowohl die Verdachtsfälle, als auch die bestätigten Fälle zu den Virusvarianten österreichweit und für die einzelnen Bundesländer auf.

(Quelle: AGES, 10.3.2021)

Wie gut wirken die Impfstoffe bei der „Delta Variante“

In den letzten Wochen hat sich die Virusvariante Delta (B.1.617.2) in Europa so stark ausgebreitet, dass diese das Infektionsgeschehen dominiert und andere Varianten verdrängt worden sind. Studien aus Großbritannien zu Vaxzevria (AstraZeneca) und Comirnaty (BioNTech/Pfizer) ergaben, dass beide Impfstoffe eine vergleichbar hohe Schutzwirkung gegen die Virusvariante Delta im Vergleich zu Alpha für schwere Verläufe (Endpunkt: Hospitalisierung) haben.

(Quelle: FAQs Robert Koch Institut, 20.09.2021)

Wie gut wirken die Impfstoffe bei der „Alpha Variante“?

Aktuelle Studien zeigen, dass die verfügbaren Impfstoffe auch gegen Virusvarianten wirksam sind. Für die Virusvariante Alpha (B.1.1.7) sind die Auswirkungen auf die Effektivität der Impfstoffe gering bis mäßig.

 

(Quelle: FAQs Robert Koch Institut, 20.09.2021)

Wie gut wirken die Impfstoffe bei der „Gamma Variante“?

Bei der Virusvariante Gamma (P.1) liegen aktuell nicht genügend Daten vor, um sicher zu bewerten, wie wirksam in der EU zugelassene Impfstoffe gegen Gamma sind. Die Mehrzahl der hierzu publizierten Studien wurde mit nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen durchgeführt, so dass keine Rückschlüsse auf die Situation in Deutschland möglich sind. Viren der Linie Gamma (P.1) sind in Deutschland allerdings auch bislang nur bei vergleichsweise wenigen Fällen nachgewiesen worden.

(Quelle: FAQs Robert Koch Institut, 20.09.2021)

Individuelle Impffragen

Hier sind Informationen für bestimmte Gruppen wie Allergiker, bereits an Covid-19 Erkrankte, Immunsuppremierte oder Menschen, die Blutverdünner nehmen.

Habe ich die Möglichkeit mir einen der drei Impfstoffe auszuwählen?

Prinzipiell sollte eine Impfserie mit dem Impfstoff beendet werden, mit dem sie begonnen wurde. Die Verwendung unterschiedlicher Impfstoffe wird derzeit nicht empfohlen. Sind nach einer 1. Dosis schwere Nebenwirkungen aufgetreten, die einen Impfstoff-Wechsel rechtfertigen so soll ein Impfstoffwechsel angeboten werden (= off-label). Bei Eintreten einer Schwangerschaft nach der 1. Dosis mit dem 2-teiligen Vektorimpfstoff, soll ein mRNA Impfstoff in Erwägung gezogen werden (= heterologes Impfschema, Verwendung zwei unterschiedlicher Impfstofftypen)

(Quelle: Gesundheitsministerium Österreich BMSGPK, 12.07.2021

Brauche ich trotz einer Covid-19 Erkrankung eine Impfung, um immun zu sein?

Für symptomatisch Genesene wird eine Impfdosis 4 Wochen bis 6 Monate nach der Erkrankung empfohlen. Bei asymptomatisch Genesenen kann die einmalige Impfung ebenso 4 Wochen nach der Labordiagnose erfolgen.

(Quelle: FAQs Robert Koch Institut, 17.09.2021)

Was passiert, wenn ich mich nach der ersten Impfdosis infiziere?

Ist der direkte Erregernachweis gesichert, kann die 2. Impfung 4 Wochen bis 6 Monate nach Ende der COVID-19-Symptome/der Diagnose erfolgen.

(Quelle: FAQs Robert Koch Institut, 17.09.2021)

Wirkt sich die Impfung auf das Testergebnis bei Corona-Tests aus?

Es ist nicht davon auszugehen, dass die COVID-19-Impfung positive Antigentests (Schnelltests) hervorruft. Treten nach einer Impfung positive Antigentests auf, könnten folgende Ursachen zu Grunde liegen:

  • Die Person, die geimpft wurde, könnte bereits vor der Impfung infiziert gewesen sein. Die mittlere Inkubationszeit bei COVID-19 beträgt 5-6 Tage.
  • Die Person, die geimpft wurde, könnte sich kurz nach Impfung angesteckt haben. Eine Wirkung der Impfung tritt in der Regel 10-14 Tage nach Applikation der 1. Impfstoffdosis ein.
  • Da die COVID-19-Impfung keinen 100 %igen Schutz garantieren kann, ist es auch möglich, dass sich eine Person trotz Impfung infiziert; in der Regel verläuft die Erkrankung dann mit milderen Symptomen oder sogar asymptomatisch.
  • Der Antigentest kann falsch positiv sein.

(Quelle: FAQs Robert Koch Institut, 17.09.2021)

Wer sollte sich nicht impfen lassen?
  • Personen mit akuten schweren Infekten mit Fieber
  • Immunsupprimierte, da mit einer verminderten Immunantwort zu rechnen ist
  • Personen die allergisch gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Impfstoffs sind
  • Personen bei denen früher ein Kapillarlecksyndrom (eine Erkrankung, bei der Flüssigkeit aus kleinen Blutgefäßen austritt) diagnostiziert wurde (bei Vaccine Janssen, Vaxzevria))
  • Perosnen bei denen nach der Anwendung von Vaxzevria ein Blutgerinnsel zusammen mit einem niedrigen Blutplättchenspiegel auftrat (Thrombose-mit-Thrombozytopenie-Syndrom,TTS) (Vaxzevria)
  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal um Rat bevor Sie diesen Impfstoff erhalten.

(Quelle: FAQs des BASG, Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, 24.08.2021)

Ich bin Allergiker/in – kann ich mich trotzdem impfen lassen?

Ja, wobei die Allergie vor der Impfung unbedingt angegeben werden soll. Denn allergische Reaktionen auf den Impfstoff von BionTech/Pfizer sind bekannt. Geimpfte werden deshalb nachbeobachtet und bleiben mindestens 15 Minuten nach der Impfung vor Ort. So kann im Ernstfall sofort reagiert werden.

(Quelle: Ständige Impfkommission, RKI)

Ich leide an einer Autoimmunerkrankung. Kann ich mich trotzem impfen lassen?

Die bisher verfügbaren Impfstoffe gegen COVID-19 sind nur teilweise bei Personen mit einer Autoimmunerkrankung untersucht. Jedenfalls liegen Daten und Erfahrungen zu folgenden Erkrankungen vor:

  • HIV (unter Therapie und mit CD4>500)
  • stabilen Autoimmunerkrankungen
  • Krebserkrankungen (ohne laufende oder kürzliche Chemotherapie)
  • Diabetes mellitus
  • kardiovaskulären und chronischen pulmonalen Erkrankungen

In all diesen Fällen wurden keine Auffälligkeiten bezüglich Wirksamkeit und Verträglichkeit verzeichnet.

Zu allen übrigen Krankheitsbildern gibt es noch keine Daten, weshalb jedenfalls eine Konsultation durch die behandelnde Ärztin bzw. den behandelnden Arzt durchgeführt werden sollte.

(Quelle: Gesundheitsministerium Österreich BMSGPK, 20.01.2021)

Kann ich mich auch bei Kinderwunsch impfen lassen?

Ja, auch Frauen mit Kinderwunsch können sich impfen lassen. Die verfügbaren COVID-19 Impfstoffe wurden an Erwachsenen – auch Frauen mit Kinderwunsch – getestet und für sicher und wirksam befunden
Allerdings gibt es zurzeit Fehlinformationen, die besagen, dass die Impfung die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann. Diese Aussage ist falsch. In den umfangreichen klinischen Prüfungen, die vor der Zulassung der Impfstoffe durchgeführt wurden, gibt es keine Hinweise auf das Auftreten von Unfruchtbarkeit.

(Quelle: FAQs Robert Koch Institut, 10.03.2021)

Wie lange hält der Impfschutz an, ist eine Auffrischungsimpfung nötig?

Wie auch bei anderen neuen Impfstoffen liegen für die COVID-19-Impfstoffe aktuell noch keine Daten vor, ob und ggf. in welchem Zeitabstand eine Auffrischimpfung notwendig sein wird.

Auch ist bisher nicht bekannt, ob – bei Notwendigkeit einer Auffrischimpfung – diese mit einem anderen Impfstofftyp vorteilhaft ist.

Die Beantwortung dieser Fragen hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Dauer des Impfschutzes nach primärer Impfserie, der Wirkweise des Impfstoffs, möglicher Immunitätsentwicklung gegen Impfstoffkomponenten oder der Wirksamkeit gegen neue Virusmutationen.

 

(Quelle: FAQs Robert Koch Institut,17.09.2021)

Offene Fragen

Gute Impf-Informationen geben auch Auskunft darüber, was wir heute zu den Impfstoffen noch nicht wissen. Hier die offenen Fragen, die jetzt noch nicht beantwortet werden können. Wir wissen noch nicht:

  • Wie lange der Impfschutz andauert.
  • Welche seltenen Nebenwirkungen es gibt.
  • Welche verzögerten Nebenwirkungen es gibt.
    (= Nebenwirkungen, die sich erst Monate nach der Impfung zeigen).
  • Wie wirksam und sicher der Impfstoff bei Gruppen ist, die in den Studien entweder gar nicht oder kaum eingeschlossen waren (zum Beispiel Kinder, Schwangere oder Menschen mit einer Immunschwäche).
  • Wie gut die Impfung vor Langzeitschäden durch Covid-19 schützt.
  • Wie wirksam asymptomatische Infektionen verhindert werden.
  • Wie gut der Impfstoff die Übertragung des Coronavirus verhindert.

(Quelle: gesundheitsinformation,de, 20.01.2021)

Vertrauenswürdige Informationsquellen

Es gibt so viele Informationen zur Corona-Impfung und den Impfstoffen. Doch welchen kann man vertrauen? Hier eine Auflistung vertrauenswürdiger Informationsquellen.

Wo kann ich mich zur Corona-Impfung informieren?

Unter der Telefonnummer 0800-555-621 kann man Fragen zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe stellen. Die Hotline ist sieben Tage die Woche, rund um die Uhr erreichbar. Sie wird gemeinsam vom Gesundheitsministerium und der AGES (Agentur für Gesundheit) betrieben.

Welche Informationsquellen zu den Impfstoffen sind vertrauenswürdig?

Wir vertrauen auf die Erkenntnisse wissenschaftlich unabhängiger Forschungsinstitute, deren Fachgebiet „Impfen“ ist. Dazu zählt zum Beispiel das Paul Ehrlich Institut und das Robert Koch Institut in Deutschland.
Zur Beurteilung von Impfinformationen in den Medien helfen die „Kriterien für Gute Gesundheitsinformationen“ weiter. Diese sind in einer Checkliste zusammengefasst. Wichtige Kriterien sind zum Beispiel die Angabe des Autors, der Quellen oder des Datums, um zu wissen, wie aktuell die Information ist.

Es gibt Webseiten, die Gesundheitsinformationen nach diesen Kriterien erstellen. Detaillierte Informationen zu den Corona – Impfungen fehlen aber noch, da diese erst erstellen werden können, wenn die Daten zu den Impfstoffen öffentlich zugänglich sind.

Welche Webseiten sind gute Informationsquellen?
Welche Podcasts sind empfehlenswert?
Gibt es auch Videos zum Anschauen?

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