Klare Info – gute Entscheidung

Ziel dieser Corona Impf-Infos ist es, die persönliche Impfentscheidung zu erleichtern. Dafür braucht es leicht verständliche, ausgewogene Informationen, die das aktuell beste Wissen gut zusammenfassen. Dabei wird der Nutzen der Impfung genauso dargestellt, wie das Risiko (z. B. Nebenwirkungen).

Die Umsetzung basiert auf vertrauenswürdige Quellen , die transparent ersichtlich sind. Da sich bei der Corona-Impfung das Wissen zu den Impfstoffen schnell aufbaut, ist es zusätzlich wesentlich, dass der Zeitpunkt der Erstellung /Aktualisierung sichtbar ist. Und, dass auch offen angesprochen wird, was wir zu den Impfstoffen aktuell noch nicht wissen:

Corona Impf-Infos

Infos zu den Impfstoffen

Hier sind die Infos zu den in Österreich aktuell zugelassenen Impfstoffen zusammengefasst. Ebenso die aus den Zulassungsstudien bekannten Nebenwirkungen.  Die Studien zu den Impfstoffen unterscheiden sich. Deshalb sind auch die Ergebnisse nicht direkt vergleichbar. Vergleichsstudien zu den Impfstoffen gibt es noch keine. Mehr zu den unterschiedlichen Studiendesigns: gesundheitsinformation.de

Welche Impfstoffe stehen aktuell zur Verfügung?

Seit Anfang 2021 stehen als erste effektive, sichere und wirksame Impfstoffe zwei neue Messenger RNA Impfstoffe-Impfstoffe (mRNA) zur Verfügung:

Mit Februar 2021 gibt es in Österreich auch den Vektor-Impfstoff von Astra Zeneca:

(Quelle: gesundheitsinformation.de, 04.02.2021)

Wie wirken die neuen mRNA-Impfstoffe?

RNA-Impfstoffe enthalten die Erbinformation in Form von Boten-RNA (messenger RNA, mRNA), die den Bauplan des Antigens umfasst. Diese Erbinformation wird von Körperzellen als Bauplan genutzt, um das spezifische Antigen in wenigen Körperzellen selbst zu produzieren. Die Zellen präsentieren dieses Antigen Immunzellen, was die gewünschte spezifische Immunantwort auslöst. Bei einem späteren Kontakt der geimpften Person mit SARS-CoV-2 erkennt das Immunsystem das Antigen wieder und kann das Virus bzw. die Infektionskrankheit gezielt bekämpfen.

Vorteile der mRNA-Impfstoffe sind unter anderem die einfache Struktur der RNA und die Möglichkeit, in wenigen Wochen viele Millionen Impfdosen herzustellen.

Mehr dazu: Wirkweise der mRNA-Impfstoffe und potentiellen Risiken. (Robert Koch Institut)

(Quelle: Paul Ehrlich Institut, 11.12. 2020)

Wie wirkt der Vektor-Impfstoff von AstraZeneca?

Der Vektor-Impfstoff besteht aus den „Hüllen“ harmloser Viren, die den „Bauplan“ (Abschrift der DNA) für ein Eiweiß auf der Oberfläche des Coronavius SARS-CoV-2 enthalten. Diese Vektoren werden von Körperzellen aufgenommen, die dann für eine kurze Zeit dieses Corona-Eiweiß (S-Protein) herstellen. Dadurch wird das Immunsystem angeregt, Abwehrstoffe (Antikörper und T-Zellen) gegen das S-Protein zu bilden. Wenn die geimpfte Person später in Kontakt mit diesem Coronavirus kommt, wird dieser schnell durch das Immunsystem erkannt und gezielt bekämpft. Durch die Impfung entstehen keine Coronaviren. Auch die Vektoren können sich nicht vermehren.
(Quelle: gesundheitsinformation.de, 04.02. 2021)
Video zur Wirkweise von Vektor – Impfstoffen

Wie viele Teilimpfungen sind bei den Impfstoffen nötig?
  • Comirnaty: Zwei Impfdosen im Abstand von drei Wochen, beim Impfstoff von BionTech/Pfizer
  • Moderna: Zwei Dosen im Abstand von vier Wochen, beim Impfstoff von Moderna Moderna.
  • AstraZeneca: Zwei Impfdosen im Abstand von vier bis 12 Wochen, beim Impfstoff von AstraZeneca
    (Quelle: Gesundheitsministerium Österreich BMSGPK, 10.12.2020)
Infos zur Impfung mit dem Impfstoff AstraZeneca

Das Österreichische Impfgremium und die deutsche Impfkommission empfehlen den Impfstoff AstraZeneca nur für Personen zwischen 18 und 64 Jahren. Denn für Personen ab 65 Jahre reichen die Daten zur Wirksamkeit nicht aus. (Quelle: gesundheitsinformation.de, 04.02.2021)

Wie gut beugt die Impfung eine Covid-19-Erkrankung vor?

Die Tabelle zeigt, dass das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, durch die Impfung mit AstraZeneca um etwa 60 % sank.

Wie viele Personen erkrankten an Covid-19?
Placebo
(Meningokokken-Impfstoff oder Kochsalzlösung)
AstraZeneca Verringerung des Risikos
Teilnehmende 296 von 10.000 122 von 10.000 ca. 60 %

Bei Menschen mit Vorerkrankungen war der Impfstoff ebenso wirksam.
Bei der Berechnung der folgenden Ergebnisse wurden nur die Personen betrachtet, die beide Impfdosen innerhalb von 4 bis 12 Wochen bekommen haben. Um die Zahlen besser vergleichen zu können, haben wir alle Ergebnisse auf 10.000 Personen umgerechnet.

Quelle: gesundheitsinformation.de, 04.02.2021)

Wie gut wirkt der Impfstoff bei älteren Menschen (über 55 Jahre)?

Es gibt bislang nur wenige Daten zur Wirksamkeit bei Menschen über 55 Jahren. Deshalb ist noch offen, ob die Corona-Impfung bei ihnen ebenso wirksam ist wie bei Jüngeren. Die EMA (Europäische Arzneimittelbehörde) geht aber davon aus, dass auch ältere Menschen einen Schutz durch die Impfung haben. Die Frage wird in Studien weiter untersucht.

(Quelle: gesundheitsinformation.de, 04.02.2021)

Wie gut schützt die Impfung vor schweren Krankheitsverläufen?

Es wurde auch untersucht, ob eine Impfung mit AstraZeneca schwere Krankheitsverläufe* vermeiden kann. Bis zur Auswertung der Daten trat nur bei einer Person ein schwerer Verlauf auf. Daher lässt sich bislang noch nicht sicher beurteilen, wie gut der AstraZeneca-Impfstoff auch schwere Verläufe verhindern kann. Allerdings wurde in der Impfstoff-Gruppe niemand in ein Krankenhaus aufgenommen. In der Vergleichsgruppe dagegen wurden 8 Menschen in einem Krankenhaus behandelt.

* Eine schwere Covid-19-Erkrankung hieß unter anderem: Jemand hatte eine sehr niedrige Sauerstoffsättigung, sodass er zum Beispiel eine Behandlung mit Sauerstoff benötigte, einen Kreislaufschock, Lungenversagen, wurde auf eine Intensivstation verlegt oder starb an Covid-19.

(Quelle: gesundheitsinformation.de, 04.02.2021)

Welche Nebenwirkungen traten nach einer Impfung auf?

Es ist normal, dass nach einer Impfung bestimmte Nebenwirkungen auftreten. Denn es kann zeigen, dass der Körper auf den Impfstoff reagiert und Abwehrstoffe bildet. Meist sind die Nebenwirkungen leicht und legen sich innerhalb einiger Tage wieder.

Wie häufig traten leichte Nebenwirkungen auf?
Placebo
(Meningokokken-Impfstoff oder Kochsalzlösung)
AstraZeneca
Schmerzen, Druckempfindlichkeit, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle bei 50 % bei 75 %
Beschwerden wie Erschöpfung, Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Muskelschmerzen bei 60 % bei 73 %

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hat die Nebenwirkungen von AstraZeneca auf Basis von Daten zu etwa 24.000 Personen ausgewertet. Um die Zahlen besser vergleichen zu können, haben wir alle Ergebnisse auf Prozent umgerechnet.

(Quelle: gesundheitsinformation.de, 04.02.2021)

Gibt es Hinweise auf schwere Nebenwirkungen?

Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass es durch die Impfung zu schweren Nebenwirkungen kommt.
In der Studie traten nur vereinzelt schwerere Erkrankungen auf, zwischen geimpften und ungeimpften Personen gab es dabei keinen Unterschied. Die Arzneimittelbehörden beobachten und prüfen solche Fälle weiter gründlich.

(Quelle: gesundheitsinformation.de, 04.02.2021)

Infos zur Impfung mit dem Impfstoff Comirnaty von BionTech/Pfizer
Wie gut beugt die Impfung eine Covid-19-Erkrankung vor?

Die Tabelle zeigt, dass das Risiko an Covid-19 zu erkranken, durch die Impfung mit Comirnaty deutlich – um etwa 95 % – sank.

Wie viele Personen erkrankten an Covid-19?
   Placebo  Comirnaty  Verringerung des Risikos
 Alle Teilnehmenden 93
von 10.000
5
von 10.000
 ca. 95 %
 16 bis 55 Jahre 115
von 10.000
5
von 10.000
 ca. 96 %

Bei der Berechnung der Ergebnisse wurden nur die Personen betrachtet, die beide Impfdosen bekommen haben. Um die Zahlen besser vergleichen zu können, haben wir alle Ergebnisse auf 10.000 Personen umgerechnet. (Quelle: gesundeitsinformation.de, 12.01.2021)

Wie gut wirkt der Impfstoff bei älteren Menschen? (über 55 Jahre)

Die Tabelle zeigt, dass das Risiko an Covid-19 zu erkranken, durch die Impfung mit Comirnaty auch bei Älteren deutlich – um etwa 94 % – sank.

Wie viele ältere Menschen erkrankten an Covid-19?
  Placebo Comirnaty Verringerung des Risikos
Über 55 Jahre 64 von 10.000 4 von 10.000  ca. 94 %
       
Wie gut schützt die Impfung vor schweren Krankheitsverläufen?

Es wurde auch untersucht, ob eine Impfung mit Comirnaty schwere Krankheitsverläufe* vermeiden kann. Sowohl bei den Geimpften als auch Ungeimpften traten bis Mitte November nur wenige schwere Verläufe auf. Daher lässt sich bislang noch nicht sicher beurteilen, wie gut Comirnaty auch schwere Verläufe verhindert.

(Quelle: gesundeitsinformation.de, 12.01.2021)

* Eine schwere Covid-19-Erkrankung hieß unter anderem: Jemand hatte eine sehr niedrige Sauerstoffsättigung, sodass er zum Beispiel eine Behandlung mit Sauerstoff benötigte, einen Kreislaufschock, Lungenversagen, wurde auf eine Intensivstation verlegt oder starb an Covid-19.

Welche Nebenwirkungen traten nach einer Impfung auf?

Es ist normal, dass nach einer Impfung bestimmte Nebenwirkungen auftreten. Denn es kann zeigen, dass der Körper auf den Impfstoff reagiert und Abwehrstoffe bildet. Meist sind die Nebenwirkungen leicht und legen sich innerhalb einiger Tage wieder.

 

 Wie häufig traten leichte Nebenwirkungen auf?
 Placebo  Comirnaty
 Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle  bei 11 %  bei 73 %
 Beschwerden wie Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen,    Muskel- oder Gelenkschmerzen  bei 34 %  bei 70 %

Bei etwas weniger als 1 % der Teilnehmenden kam es durch die Impfung zu einer meist harmlosen Schwellung der Lymphknoten. Um die Zahlen besser vergleichen zu können, haben wir alle Ergebnisse auf Prozent umgerechnet.

(Quelle: gesundeitsinformation.de, 12.01.2021)

Gibt es Hinweise auf schwere Nebenwirkungen?

Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass es durch die Impfung zu schweren Nebenwirkungen kommt. In der Impfgruppe trat bei sehr wenigen Menschen (0,02 %) eine Lähmung des Gesichtsnervs (Fazialisparese) auf. Es kam auch zu möglicherweise allergischen Reaktionen (bei 0,1 %). Ob beides im Zusammenhang mit der Impfung steht, ist jedoch unklar. Die Arzneimittelbehörden beobachten und prüfen solche Fälle weiter gründlich.

(Quelle: gesundeitsinformation.de, 12.01.2021)

Infos zur Impfung mit dem Impfstoff von Moderna
Wie gut beugt die Impfung eine Covid-19-Erkrankung vor?

Die Tabelle zeigt, dass das Risiko, an Covid-19 zu erkranken durch die Impfung deutlich sank. Die Impfung schützte jüngere Altersgruppen etwas besser (96 %) als Menschen über 55 Jahren (86 %) siehe nächste Frage. Bei Menschen mit Vorerkrankungen war der Impfstoff ebenso wirksam.

 Wirksamkeit von Moderna  alle Covid-19-Erkrankungen

 Wie viele Personen erkrankten an Covid-19?

  Placebo Moderna Verringerung des Risikos
 Alle Teilnehmenden 133
von 10.000
8
von 10.000
 ca. 94 %
 16 bis 55 Jahre 148
von 10.000
7
von 10.000
 ca. 96 %

In der Studie wurde untersucht, wie gut die Impfung eine durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste Covid-19-Erkrankung verhindern konnte. Covid-19-Erkrankung hieß: neben einem positiven PCR-Test mussten Symptome wie beispielsweise Fieber, Husten oder Atemnot vorliegen.

Bei der Berechnung der Ergebnisse wurden nur die Personen betrachtet, die beide Impfdosen bekommen haben. Um die Zahlen besser vergleichen zu können, haben wir alle Ergebnisse auf 10.000 Personen umgerechnet. (Quelle: gesundeitsinformation.de, 12.01.2021)

Wie gut wirkt der Impfstoff bei älteren Menschen (über 55 Jahre)?

Die Impfung schützte jüngere Altersgruppen etwas besser (96 %) als Menschen über 55 Jahren (86 %).

 Wie viele Personen erkrankten an Covid-19?

  Placebo Moderna Verringerung des Risikos
 Über 55 Jahre 82
von 10.000
11
von 10.000
 ca. 86 %

(Quelle: gesundeitsinformation.de, 12.01.2021)

Wie gut schützt die Impfung vor schweren Krankheitsverläufen?

Die Studie zeigt, dass der Impfstoff Moderna das Risiko für einen schweren Verlauf deutlich verringern konnte.

 Wie viele Personen erkrankten schwer an Covid-19?
Placebo Moderna Verringerung des Risikos
 Alle Teilnehmenden 22
von 10.000
0
von 10.000
 100 %

Es wurde auch untersucht, ob eine Impfung mit Moderna schwere Krankheitsverläufe vermeiden kann. Eine schwere Covid-19-Erkrankung hieß unter anderem: Jemand hatte eine sehr niedrige Sauerstoffsättigung, sodass er zum Beispiel eine Behandlung mit Sauerstoff benötigte, er oder sie hatte einen Kreislaufschock, Lungenversagen, wurde auf eine Intensivstation verlegt oder starb an Covid-19.

(Quelle: gesundeitsinformation.de, 12.01.2021)

Welche Nebenwirkungen traten nach einer Impfung auf?

Es ist normal, dass nach einer Impfung bestimmte Nebenwirkungen auftreten. Denn es kann zeigen, dass der Körper auf den Impfstoff reagiert und Abwehrstoffe bildet. Meist sind die Nebenwirkungen leicht und legen sich innerhalb einiger Tage wieder.

 Wie häufig traten leichte Nebenwirkungen auf?  Placebo  Moderna
Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle oder
Schwellung der Lymphknoten
 bei 29 %  bei 92 %
Beschwerden wie Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskel-
oder Gelenkschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen
 bei 53 %  bei 83 %

Um die Zahlen besser vergleichen zu können, haben wir alle Ergebnisse auf Prozent umgerechnet.

(Quelle: gesundeitsinformation.de, 12.01.2021)

Gibt es Hinweise auf schwere Nebenwirkungen?

Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass es durch die Impfung mit Moderna zu schweren Nebenwirkungen kommt. In der Impfgruppe trat bei sehr wenigen Menschen (0,01 %) eine Lähmung des Gesichtsnervs (Fazialisparese) auf. Es kam auch zu möglicherweise allergischen Reaktionen (bei 0,4 %). Ob beides im Zusammenhang mit der Impfung steht, ist jedoch unklar. Die Arzneimittelbehörden beobachten und prüfen solche Fälle weiter gründlich.

(Quelle: gesundeitsinformation.de, 12.01.2021)

Impf-Sicherheit

Es gibt viele Gerüchte oder Ängste in Bezug auf die Sicherheit der Impfstoffe. Hier ist eine Zusammenfassung der Fragen, die sich viele zur Impfung mit den neuen Impfstoffen stellen.

Wie sicher sind die Impfstoffe?

Ein Impfstoff wird erst nach ausreichender Überprüfung auf den Markt gebracht. Wie jeder andere Impfstoff, wird auch ein neuer Impfstoff, der vor COVID-19 schützen soll, intensiv geprüft. Die verschiedenen Impfstoff-Kandidaten durchlaufen jeweils streng kontrollierte Prozesse. Es gibt dafür klare gesetzliche und wissenschaftliche Vorgaben, bevor sie zur Anwendung am gesunden Menschen kommen können.

Nur wenn sich dabei eine positive Nutzen-Risiko-Relation zeigt, erhält der Impfstoff eine Marktzulassung. Auch nach der Marktzulassung erfolgt eine ständige Kontrolle zum Erfassen von möglichen Nebenwirkungen, und zur Überprüfung der Wirkung eine laufende weitere Bewertung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses.

Im Fall von Impfstoffen und auch für COVID-19-Impfstoffe erfolgt zunächst eine bedingte Zulassung, die jederzeit aufgehoben oder ausgesetzt werden kann, sollten sich bei der Anwendung Probleme bei Produktion, Sicherheit oder Wirksamkeit ergeben.

(Quelle: Gesundheitsministerium Österreich BMSGPK, 20.01.2021)

Welche Vorsichtsmaßnahmen werden bei der Impfung empfohlen?

Die Arzneimittelbehörden empfehlen, Geimpfte nach der Spritze für mindestens 15 Minuten zu beobachten, um auf unmittelbare Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen reagieren zu können. Bei bestimmten Menschen könnte das Risiko für Nebenwirkungen durch den Impfstoff höher sein. Deshalb ist es wichtig, beim Aufklärungsgespräch vor der Impfung zu klären, ob jemand:

  • schon einmal eine schwere allergische Reaktion oder Atemprobleme nach einer früheren Impfung hatte.
  • nach einer Impfung schon einmal ohnmächtig wurde (beispielsweise aus Stress oder Angst vor der Spritze).
  • gerade eine schwere Erkrankung oder eine Infektion mit hohem Fieber hat.
  • eine Störung der Blutgerinnung hat oder leicht zu Blutungen neigt.
  • schwanger ist (oder dies vermutet) oder stillt.
  • ein geschwächtes Immunsystem hat, beispielsweise durch HIV oder durch die Einnahme von Kortison.

Der Vektor-Impfstoff AstraZeneca ist kein Lebendimpfstoff. Er kommt deshalb grundsätzlich auch für Menschen mit einen geschwächten Immunsystem infrage.

(Quellen: gesundheitsinformation.de/Moderna und gesundheitsinformation.de/comirnaty, 20.1.2021)

Wie wird die Sicherheit nach der Zulassung weiter überwacht?

Impfstoffe werden laufend überwacht. Dafür gibt es eine Vielzahl von Methoden, die unter anderem Nebenwirkungen aufzeigen, bewerten, und vorbeugen sollen. (=Pharmakovigilanz)

Teil der Pharmakovigilanz ist auch die Meldepflicht (§ 75g des Arzneimittelgesetzs) bei Verdachtsfällen von Nebenwirkungen. Diese werden meistens von den Gesundheitsberufen gemeldet, können aber auch selbst bekannt gegeben werden. Und zwar elektronisch oder schriftlich an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen. (BASG)

Nach Aufnahme der Meldung/notwendigen Daten erfolgt eine Prüfung durch das BASG in Österreich. Danach wird die Meldung an die europäische Datenbank EudraVigilance (European Union Drug Regulating Authorities Pharmacovigilance) weitergeleitet.

In der Datenbank werden Verdachtsfälle von Nebenwirkungen EU-weit gesammelt und analysiert, um Risiken zu erkennen (=Signaldetektion). Wird ein mögliches neues Risiko erkannt, erfolgt eine Bewertung durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) im sogenannten PRAC (Pharmacovigilance Risk Assessment Committee). Bestätigt sich ein Verdacht, folgen Maßnahmen wie z. B. neue Warnhinweise, neue Gegenanzeigen und Nebenwirkungen in der Fach-/Gebrauchsinformation, oder aber auch eine Einschränkung/Aufhebung der Zulassung eines Impfstoffes.

(Quelle: Gesundheitsministerium Österreich BMSGPK, 20.01.2021)

Sind gemeldete Verdachtsfälle zu Nebenwirkungen online abrufbar?

Deutschland veröffentlicht die Meldungen über das Paul-Ehrlich-Institut regelmäßig in „Sicherheitsberichten“. Zu bedenken ist allerdings: Wenn jetzt nach und nach in Deutschland und weltweit Millionen von Menschen gegen Corona geimpft werden, ist allein durch Zufall zu erwarten, dass immer wieder nach einer Impfung schwerere Erkrankungen auftreten.

Die Behörden müssen deshalb diese VERDACHTSFÄLLE genau prüfen, ob tatsächlich ein Zusammenhang mit der Impfung besteht oder ob es sich um Zufall handelt. Diese Prüfung führt dann unter Umständen dazu, dass die Liste der möglichen Nebenwirkungen im Laufe der Zeit ergänzt wird.

(Quelle: gesundheitsinformation.de, Corona Impffragen, 20.01.2021)

Gibt es bei den Impfstoffen schon Hinweise auf sehr seltene Nebenwirkungen?

Sehr seltene Nebenwirkungen können während der Zulassungsstudien eines Impfstoffes meist nicht erkannt werden. Deshalb überwachen internationale Behörden jetzt nach der Zulassung die Verdachtsmeldungen zu Nebenwirkungen.

(Quelle: gesundheitsinformation.de, 20.02.2021)

Können die Impfungen gegen das Coronavirus noch wirken, wenn es mutiert?

Behörden wie das Paul-Ehrlich-Institut gingen zunächst davon aus, dass bisher beobachtete Virusmutationen keine Auswirkungen auf die Wirksamkeit der Impfstoffe gegen Covid-19 haben. Aktuell haben Wissenschaftler begonnen, die mutierten Virus – Varianten genau zu untersuchen.

(Quelle: FAQs zur Corona Impfung, Stiftung Warentest, 21.12.2020)

Gibt es Hinweise darauf, dass die Impfstoffe Autoimmunerkrankungen auslösen?

Nein. In den umfangreichen klinischen Prüfungen, die vor der Zulassung der Impfstoffe durchgeführt wurden, gibt es keine Hinweise auf das Auftreten von Autoimmunerkrankungen. Gleichwohl wird diesem theoretischen Risiko auch nach der Zulassung im Rahmen der Pharmakovigilanz besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

(Quelle: Paul Ehrlich Institut, 13.01.2021)

Sind Mikro-/Nanochips in Impfstoffen enthalten?

Nein. Alle Inhaltsstoffe sind in der jeweiligen Fachinformation aufgeführt.

(Quelle: Paul Ehrlich Institut, 13.01.2021)

Können mRNA-Impfstoffe die Fruchtbarkeit beeinträchtigen?

Es gibt keine Hinweise aus den nichtklinischen Untersuchungen Comirnaty und Moderna, dass eine Impfung zu einer Beeinträchtigung der weiblichen oder männlichen Fruchtbarkeit (Fertilität) führen könnte.
(Quelle: Paul Ehrlich Institut, 04.02.2021)

Infovideo: „Die Impfung und die Fruchtbarkeit“
(Quelle: RKI youtube – Chanel, 04.02.2021)

Sind die Lipid-Nanopartikeln in den mRNA-Impfstoffen gefährlich?

Die mRNA in den Impfstoffen ist mit Lipidstoffen umhüllt, so dass sogenannte mRNA-Lipid-Nanopartikel entstehen. Diese bleiben auch nach dem Spritzen in die Muskeln stabil und  ermöglichen, dass einige wenige Muskel- und Immunzellen die mRNA überhaupt aufnehmen können. Die ständige Impfkommission in Deutschland (STIKO) verweist auf Studienergebnisse,  wonach die Lipid-Nanopartikel nicht zellschädigend seien und von ihnen keine Gefahr für den menschlichen Körper ausgehe.

(Quelle: FAQs zur Corona Impfung, Stiftung Warentest, 21.12.2020)

Wie hoch ist die Gefahr, dass mRNA-Impfstoffe in unser Genom eingreifen?

Es besteht keine Gefahr einer Integration von mRNA in das humane Genom. Beim Menschen befindet sich das Genom in Form von DNA im Zellkern. Eine Integration von RNA in DNA ist unter anderem aufgrund der unterschiedlichen chemischen Struktur nicht möglich. Es gibt auch keinen Hinweis darauf, dass die von den Körperzellen nach der Impfung aufgenommen mRNA in DNA umgeschrieben wird.

(Quelle: Paul Ehrlich Institut, 11.12.2020)

Mehr dazu: Wirkweise der mRNA-Impfstoffe und potentiellen Risiken.(Robert Koch Institut)

Individuelle Impffragen

Hier sind Informationen für bestimmte Gruppen wie Allergiker, bereits an Covid-19 Erkrankte, Immunsuppremierte oder Menschen, die Blutverdünner nehmen.

Habe ich die Möglichkeit mir einen der drei Impfstoffe auszuwählen?

Eine freie Wahl ist auf Grund der Verfügbarkeit, Logistik und Eignung für bestimmte Personengruppen nicht möglich.

(Quelle: Gesundheitsministerium Österreich, 04.02.2021)

Brauche ich trotz einer Covid-19 Erkrankung eine Impfung, um immun zu sein?

Die vorliegenden Daten zeigen, dass bei erkrankten Personen über mehrere Monate (mindestens 6-8 Monate) Antikörper vorhanden sind. Wegen der aktuellen Impfstoffknappheit, wird deshalb momentan empfohlen sich erst 6 Monate nach der Erkrankung impfen zu lassen. Sollte zwischenzeitlich ausreichend Impfstoff verfügbar sein, so kann auch früher geimpft werden.

(Quelle: Gesundheitsministerium Österreich, 11.02.2021)

Was passiert, wenn ich mich nach der ersten Impfdosis infiziere?

Wenn nach der ersten Impfung eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen wird, dann soll die zweite Impfdosis laut Ständiger Impfkommission zunächst nicht mehr gegeben werden.

(Quelle: FAQs zur Corona Imfpung, Stiftung Warentest, 21.12.2020)

Wirkt sich die Impfung auf das Testergebnis bei Corona-Tests aus?

Es ist nicht davon auszugehen, dass die COVID-19-Impfung positive Testergebnisse bei Antigenschnelltests oder bei PCR-Tests hervorruft.

(Quelle: Paul Ehrlich Institut, 04.02. 2021)

Wer sollte sich nicht impfen lassen?
  • Menschen mit akuten schweren Infekten mit Fieber
  • Immunsupprimierte, da mit einer verminderten Immunantwort zu rechnen ist
  • Schwangere und Mütter in der Stillzeit (aufgrund der fehlenden DatenPersonen, welche blutverdünnende Medikamente einnehmen, können sich nach Rücksprache mit der Impfärztin oder dem Impfarzt impfen lassen.

(Quelle: AGES – Dashboard, 06.12.2020)
(Quelle: RKI – Coronavirus Steckbrief 27.11.2020)
Krammer, P. F. Sars CoV 2 – Immunität und Impfstoffe. Ichan School of Medicine at Mount Sinai, New York. (1.12.2020) Reg 154 Information for UK Healthcare Professional, COVID-19 mRNA Vaccine BNT162b2 concentrate for solution for injection. UK.

Ich bin Allergiker/in – kann ich mich trotzdem impfen lassen?

Ja, wobei die Allergie vor der Impfung unbedingt angegeben werden soll. Denn allergische Reaktionen auf den Impfstoff von BionTech/Pfizer sind bekannt. Geimpfte werden deshalb nachbeobachtet und bleiben mindestens 15 Minuten nach der Impfung vor Ort. So kann im Ernstfall sofort reagiert werden.

(Quelle: Ständige Impfkommission, RKI)

Ich leide an einer Autoimmunerkrankung. Kann ich mich trotzem impfen lassen?

Die bisher verfügbaren Impfstoffe gegen COVID-19 sind nur teilweise bei Personen mit einer Autoimmunerkrankung untersucht. Jedenfalls liegen Daten und Erfahrungen zu folgenden Erkrankungen vor:

  • HIV (unter Therapie und mit CD4>500)
  • stabilen Autoimmunerkrankungen
  • Krebserkrankungen (ohne laufende oder kürzliche Chemotherapie)
  • Diabetes mellitus
  • kardiovaskulären und chronischen pulmonalen Erkrankungen

In all diesen Fällen wurden keine Auffälligkeiten bezüglich Wirksamkeit und Verträglichkeit verzeichnet.

Zu allen übrigen Krankheitsbildern gibt es noch keine Daten, weshalb jedenfalls eine Konsultation durch die behandelnde Ärztin bzw. den behandelnden Arzt durchgeführt werden sollte.

(Quelle: Gesundheitsministerium Österreich BMSGPK, 20.01.2021)

Offene Fragen

Gute Impf-Informationen geben auch Auskunft darüber, was wir heute zu den Impfstoffen noch nicht wissen. Hier die offenen Fragen, die jetzt noch nicht beantwortet werden können. Wir wissen noch nicht:

  • Wie lange der Impfschutz andauert.
  • Welche seltenen Nebenwirkungen es gibt.
  • Welche verzögerten Nebenwirkungen es gibt.
    (= Nebenwirkungen, die sich erst Monate nach der Impfung zeigen).
  • Wie wirksam der Impfstoff im Vergleich zu anderen Impfstoffen ist.
  • Wie wirksam und sicher der Impfstoff bei Gruppen ist, die in den Studien entweder gar nicht oder kaum eingeschlossen waren (zum Beispiel Kinder, Schwangere oder Menschen mit einer Immunschwäche).
  • Wie gut die Impfung vor Langzeitschäden durch Covid-19 schützt.
  • Wie wirksam asymptomatische Infektionen verhindert werden.
  • Wie gut der Impfstoff die Übertragung des Coronavirus verhindert.

(Quelle: gesundheitsinformation,de, 20.01.2021)

Vertrauenswürdige Informationsquellen

Es gibt so viele Informationen zur Corona-Impfung und den Impfstoffen. Doch welchen kann man vertrauen? Hier eine Auflistung vertrauenswürdiger Informationsquellen.

Wo kann ich mich zur Corona-Impfung informieren?

Unter der Telefonnummer 0800-555-621 kann man Fragen zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe stellen. Die Hotline ist sieben Tage die Woche, rund um die Uhr erreichbar. Sie wird gemeinsam vom Gesundheitsministerium und der AGES (Agentur für Gesundheit) betrieben.

Welche Informationsquellen zu den Impfstoffen sind vertrauenswürdig?

Wir vertrauen auf die Erkenntnisse wissenschaftlich unabhängiger Forschungsinstitute, deren Fachgebiet „Impfen“ ist. Dazu zählt zum Beispiel das Paul Ehrlich Institut und das Robert Koch Institut in Deutschland.
Zur Beurteilung von Impfinformationen in den Medien helfen die „Kriterien für Gute Gesundheitsinformationen“ weiter. Diese sind in einer Checkliste zusammengefasst. Wichtige Kriterien sind zum Beispiel die Angabe des Autors, der Quellen oder des Datums, um zu wissen, wie aktuell die Information ist.

Es gibt Webseiten, die Gesundheitsinformationen nach diesen Kriterien erstellen. Detaillierte Informationen zu den Corona – Impfungen fehlen aber noch, da diese erst erstellen werden können, wenn die Daten zu den Impfstoffen öffentlich zugänglich sind.

Welche Webseiten sind gute Informationsquellen?
Welche Podcasts sind empfehlenswert?
Gibt es auch Videos zum Anschauen?

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